Bunte Steine verbinden Jung und Alt

Kinder aus der Anna-Amalia-Grundschule mit Lehrerin Dorothee Krautwurst (hinten Mitte)
Foto: Bernd Lindig

Sehr gute Nachbarschaft – jetzt erst recht

Es ist eine der neuen Herzlichkeiten in dieser besonderen Zeit: Lange Reihen kleiner Steine, von Kindern bunt bemalt, zieren seit dem Corona-Stillstand so manche Orte in deutschen Städten und Gemeinden. Kinder lieben die kreative Beschäftigung und zaubern mit den kleinen Farbtupfern vielen Passanten ein Lächeln ins Gesicht. Die Schülerinnen und Schüler der Anna-Amalia-Grundschule in der Tiefurter Allee haben für ihre bunten Steine eine ganz besondere Bestimmung gewählt. Seit Jahren schon besteht eine enge Beziehung zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der unmittelbar benachbarten Marie-Seebach-Stiftung.  Die Kinder singen sonst regelmäßig im Forum Seebach mit den Senioren, man trifft sich zufällig und wechselt einige Worte, kurz: man kennt sich eben. Anfang 2020 gab es sogar den Auftakt zu einem gemeinsamen Theaterprojekt der Schule mit dem Pflegeheim. All diese direkten Kontakte sind momentan nicht möglich, vor allem um die älteren Menschen nicht den Gefahren einer Infektion auszusetzen. So fassten die Kinder mit ihrer Lehrerin Dorothee Krautwurst den Entschluss, die Verbindung zu den freundlichen alten Herrschaften durch eine Kette  eben jener bunten Steine erneut sichtbar zu machen. Gesagt getan: binnen weniger Wochen entstand eine beachtliche Reihe, die vom Schulhof bis weit in den Garten der Marie-Seebach-Stiftung reicht. Die Senioren der Stiftung freuen sich täglich über diese Geste und begrüßen jeden Stein, der im Laufe der Zeit hinzu kommt. Inzwischen sind sogar einige von Senioren bemalte Steine dabei! In der Schule wie im Seniorenstift warten Nachbarn mit einem Altersunterschied bis zu 95 Jahren auf bessere Zeiten.

Kinder aus der Anna-Amalia-Grundschule mit Lehrerin Dorothee Krautwurst (hinten Mitte)

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